In Zeiten von Polykrisen und rasanter Digitalisierung stehen Lehrende und Lernende vor großen Herausforderungen. Wie kann die Fremdsprachendidaktik darauf reagieren? In ihrem aktuellen Beitrag „Erkenntnisse nutzen, Impulse entdecken: die Positive Fremdsprachendidaktik“ für das Magazin Sprache des Goethe-Instituts zeigt Prof. Dr. Michaela Sambanis auf, wie Wohlbefinden und Resilienz direkt in den Sprachunterricht integriert werden können.

Die Kernthemen des Artikels:

  • Das Psychologische Kapital (PsyCap): Michaela Sambanis erläutert die vier Säulen – Hope (Hoffnung), Efficacy (Selbstwirksamkeit), Resilience (Resilienz) und Optimism (Optimismus). Diese Faktoren steigern nicht nur den Lernertrag, sondern schützen auch die physische und psychische Gesundheit.
  • Resilienz im Sprachlernprozess: Warum Lernplateaus (Phasen ohne spürbaren Fortschritt) kein Grund zur Sorge sind, sondern wichtige Sortierprozesse des Gehirns.
  • Praktische Impulse für den Unterricht: Der Artikel stellt drei konkrete Ansätze vor:
    1. Atemübungen (Vier-zu-Sieben): Stressabbau kombiniert mit Hörverstehenstraining.
    2. KI-gestütztes Training: Wie Chatbots genutzt werden können, um schwierige kommunikative Situationen (z.B. Missverständnisse aufklären) sicher zu erproben.
    3. Positive Resonanz: Die Bedeutung von Gemeinschaftserlebnissen zur Stärkung der Sprechbereitschaft.

Der Beitrag verdeutlicht: Positive Didaktik ist kein „Zusatzprogramm“, sondern ein innovativer Ansatz, der Wissenschaft direkt in die Praxis überführt.

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