Macht die rasante Entwicklung generativer KI und automatischer Übersetzungstools das Erlernen von Fremdsprachen überflüssig? Ganz im Gegenteil! Auf dem gemeinsamen Fachtag der zweiten und dritten Fremdsprachen an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel diskutierten rund 250 Lehrkräfte sowie Fachleute aus Wissenschaft und Praxis über die Zukunft der Fachdidaktik.
In ihrer Keynote unterstrich Prof. Dr. habil. Michaela Sambanis (Freie Universität Berlin) die fundamentale Bedeutung des Sprachenlernens:
„Wir brauchen Sprache – als Menschen. Denken braucht Sprache.“

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Mehr als Vokabeln: Fremdsprachen lernen für Resilienz und Empathie
Das Erlernen einer Fremdsprache ist weit mehr als ein technischer Informationsaustausch oder ein veraltetes kulturelles Extra. Es ist ein zentraler Baustein für Entwicklungsprozesse im Gehirn und die mentale Gesundheit. Zudem fördert die Auseinandersetzung mit fremden Sprachen entscheidende Schlüsselkompetenzen:
- Empathie und Toleranz in einer zunehmend heterogenen Schülerschaft
- Ambiguitätstoleranz und Resilienz als Antwort auf gesellschaftliche Veränderungen
- Kritische Selbsteinschätzung, um KI-generierte Ergebnisse kompetent zu bewerten
Künstliche Intelligenz sinnvoll in den Unterricht integrieren
Wie KI im Unterricht lernwirksam eingesetzt werden kann, ohne originäre Bildungsziele zu verdrängen, zeigten die mehr als 30 praxisnahen Workshops der Tagung. Von ko-kreativem Schreiben über KI im Französischunterricht bis hin zum Sprachenlernen durch Gaming wurde deutlich: Die Rolle von Lehrkräften und Fachdidaktik wandelt sich, bleibt aber für das demokratische Miteinander und die Selbstkompetenz der Lernenden essenziell.
Erfahren Sie im offiziellen Bericht des Landes Schleswig-Holstein mehr über die Impulse aus Kiel und die aktuellen Diskurse zur Zukunft des Fremdsprachenunterrichts.
👉 Zum vollständigen Bericht des IQSH auf schleswig-holstein.de




